Gründonnerstag war es so weit: Das Storchenpaar, das schon letztes Jahr mit den Nisthilfen bei der Greifvogelstation Berg am Irchel geliebäugelt hatte, legte das erste Ei!

Der Weissstorch gilt seit 1950 im Flaachtal als ausgestorben, als das letzte Paar bei der Ziegelhütte gebrütet hatte. Die Wiederansiedelung gelang mit Hilfe eines Tricks: Ein Plastikstorch lockte seine Artgenossen an. Weissstörche lassen sich nämlich dort nieder, wo bereits andere Störche sind. Deshalb sieht man zum Beispiel rund um den Zoo Zürich regelmässig auch im Winter viele Störche. Viele Vogelarten kehren zum Brüten an ihren Geburtsort zurück – nicht jedoch der Weissstorch, was es extrem schwierig macht, diese Vogelart wieder anzusiedeln. Die Rückkehr der Störche kann somit als “Lottogewinn” bezeichnet werden, so auch Andreas Lischke, Leiter der Greifvogelstation Berg am Irchel, dessen persönlichem Engagement dieser Erfolg zu verdanken ist.

Weissstörche passen grundsätzlich gut in die Landschaft im Flaachtal, wo ihnen mit den Thurauen ein ausgezeichnetes Habitat zur Verfügung steht. Nisthilfen stehen an verschiedenen Orten bereit, sie müssen nur noch angenommen werden.

Bleibt zu hoffen, dass unser Storchenpaar seine Jungen erfolgreich aufziehen kann und vielleicht schon im nächsten Jahr mehr als nur ein Paar im Flaachtal brütet.